Gut und bezahlbar Wohnen in Pankow

Es ist in aller Munde: Pankow wächst rasant. Aktuelle Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass 2030 446.000 Menschen in Pankow leben werden – das sind rund 100.000 mehr als noch im Jahr 2005. Vielen macht diese Entwicklung Angst, denn sie erhöht auch den Druck auf den Wohnungsmarkt und die Mietentwicklung. Darum werden wir weiter darum kämpfen, dass gutes und bezahlbares Wohnen in Pankow auch in Zukunft möglich ist.

Mieterinnen und Mieter schützen – Verdrängung verhindern

Niemand darf aus seinem angestammten Wohnumfeld verdrängt werden, weil er sich die Miete nicht mehr leisten kann. Auf Initiative der SPD wurden in den vergangenen Jahre Maßnahmen ergriffen, um die Mietentwicklung zu bremsen. Hierzu zählen das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (z. B. als Ferienwohnung) und die Mietpreisbremse. In Pankow wurden zahlreiche soziale Erhaltungsgebiete ausgewiesen, um Luxussanierungen und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zu verhindern. Diese Instrumente müssen konsequent angewandt und ausgeweitet werden. Wo sich in der Umsetzung Schlupflöcher auftun, müssen diese geschlossen werden.

Neue Wohngebiete schaffen – die Mischung macht’s

Angesichts der Bevölkerungsentwicklung, aber auch, um den Druck auf die Mietpreise zu entschärfen, setzen wir uns außerdem für den Neubau von Wohnungen ein. Hier sehen wir vor allem die städtischen Wohnungsbaugesellschaften in der Verantwortung, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Bei der Entwicklung von großen Baugebieten, wie z. B. auf dem ehemaligen Rangierbahnhofgelände, sollen mindestens ein Drittel der geplanten Wohnungen Sozialwohnungen mit Belegungsbindung sein.

Wohnen, Arbeit, Leben – alles vor Ort

Uns ist wichtig, dass bei potentiellen Wohnbauflächen klare Planungsvorgaben und auch Obergrenzen für den Wohnungsbau festgelegt werden. Gerade bei größeren Neubauvorhaben muss die verkehrliche Anbindung frühzeitig in den Planungen berücksichtigt werden. Außerdem müssen Flächen für Schule und KITA, soziale Begegnung und Freizeitgestaltung sowie, wo es möglich ist, auch kleineres, wohnverträgliches Gewerbe von Vornherein eingeplant werden. Nur so können neue lebendige Stadtteile entstehen.

Entscheidungen vor Ort treffen

Größere Bauprojekte betreffen viele Menschen direkt, in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Deswegen ist besonders wichtig, dass über deren Ausgestaltung vor Ort, gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern entschieden wird. Eine frühzeitige Beteiligung der Menschen vor Ort sichert die Akzeptanz für anstehende Wohnbauprojekte. Und diese Akzeptanz schafft den Grundstein für den Zusammenhalt in den künftigen Nachbarschaften.